„Gemeinsam Klasse sein“ in den achten Klassen

Im Rahmen der Projekttage zur Förderung der Alltagskompetenzen führten die achten Klassen auch das Projekt „Gemeinsam Klasse sein“ durch. Dazu machten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst klar, was für sie eine Klasse ausmacht, in der sie gerne sind und gut lernen können. Dann beschäftigten sie sich anhand eines kurzen Films mit einer Klasse, in der sie sicher nicht gerne wären. Sie versetzten sich in die Lage der verschiedenen Personen und gaben ihren Gefühlen und Gedanken eine Stimme. Wie fühlt sich die von Mobbing betroffene Person? Was geht in den Tätern vor? Warum machen die so etwas? Was denkt die Klassenlehrkraft? Wieso bekommt die Mutter nichts mit? So identifizierten die Schülerinnen und Schüler auch die verschiedenen Rollen in einem sich entwickelnden Mobbingprozess und lernten, wie ein solcher Prozess funktioniert und welche Verhaltensweisen entscheidend sind.

Anhand von Rollenspielen entwickelten die Schülerinnen und Schüler selbst Lösungsmöglichkeiten, wie Mobbing begegnet und Betroffenen geholfen werden kann. Es wurden einerseits generelle Handlungsmöglichkeiten erschlossen, anderseits wurde zum Beispiel auch verdeutlicht, wie man an unserer Schule Unterstützung bekommen kann und wen man als Helfer heranziehen kann. Neben Klassenkameraden und den Klassensprechern gibt es auch viele Erwachsene, die helfen können, zusätzlich zu den Klassenlehrkräften vor allem auch die Verbindungslehrkräfte, die Jugendsozialarbeiterin an unserer Schule, die Beratungslehrkraft, die Schulpsychologin und natürlich auch die Schulleitung.

Schließlich wurden die Erkenntnisse aus dem Projekt auch auf die eigene Klasse übertragen. Hier wurde eingeübt, wie man gut mit Konflikten umgehen und sie so lösen kann, dass Wasser und nicht Benzin ins Feuer gekippt wird. Hier helfen zum Beispiel so genannte Ich-Botschaften und die Formulierung von Tatsachen, ohne das Gegenüber anzugreifen. Die Klassen machten sich auch noch einmal bewusst, welche Regeln in einer Klasse eingehalten werden sollten, sodass sich jeder wohl fühlt und auch gut lernen kann.

Schließlich wurden auch noch kooperative Spiele durchgeführt, die den Klassenzusammenhalt stärkten und deutlich machten, dass man dann als Klasse stark ist, wenn alle mitmachen, man achtsam für die Bedürfnisse anderer ist, gemeinsam an einem Strang zieht, sich abspricht und gut miteinander kommuniziert. Dann machen nicht nur diese gemeinsamen Spiele Spaß, sondern auch der Schulalltag in der Klasse.

Im Nachgang zu den Projekttagen soll das Klassenklima weiter thematisiert und verbessert werden. Dazu dient die Auswertung einer anonymen Umfrage als Grundlage. Zudem werden die Schülerinnen und Schüler in einer „Zeit für uns“-Stunde Themen besprechen, die für sie als Klasse wichtig sind.

PfF