Wetterextreme – die neue Dauerausstellung im Klimahaus Bremerhaven

An einem Tag neun Orte auf fünf Kontinenten besuchen und dabei die Klimazonen der Erde hautnah erleben – das geht im Klimahaus Bremerhaven. Auf einer Reise entlang des 8. Längengrades lernt man die Schönheit unseres Planeten kennen, erfährt aber auch, wie diese durch den Klimawandel gefährdet ist. Seit März diesen Jahres wurde diese „Reise“ durch die neue Dauerausstellung „Wetterextreme“ ergänzt.

Mit diesem Thema beschäftigten sich ebenfalls die beiden Schwestern Hajra und Dida , welche die 11. Jahrgangsstufe des Dalberg-Gymnasiums bzw. Friedrich-Dessauer-Gymnasiums besuchen. Sie nahmen mit ihrem Projekt „Wetterextreme durch Experimente verstehen“ erfolgreich beim diesjährigen Wettbewerb „Jugend forscht“ sowie dem BundesUmweltWettbewerb teil. In diesem Zusammenhang arbeiteten sie auch mit Annika Brieber, der Meteorologin im Klimahaus Bremerhaven, zusammen.

Da sich die beiden jungen Frauen sehr für die neue Ausstellung interessierten, wurden sie gemeinsam mit Anastasia, die das Klimahaus schon im Rahmen eines Projektes zu den „Kippelementen im Klimasystem“ kennenlernen durfte, eingeladen. Anastasia besucht die 12. Jahrgangsstufe des Dalberg-Gymnasiums.

Voller Vorfreude fuhren wir so am 3. Juli nach Bremerhaven und wurden am nächsten Morgen um 10.00 Uhr von Annika Brieber am Eingang des Klimahauses empfangen.

Nach einem kurzen Gespräch begaben wir uns zunächst auf die Reise entlang des 8. Längengrades. Diese führte uns erst in die Schweiz, dann auf Sardinien und schließlich in den Niger. Nach der Station Kamerun unterbrachen wir diesen Teil der Ausstellung, denn wir hatten uns für 12.00 Uhr mit Annika Brieber verabredet, die uns das neue Highlight des Klimahauses zeigen wollte.

Im Eingangsbereich untersuchten wir zunächst in einem Experiment die Form eines Tornados genauer. Außerdem konnten wir uns über verschiedene Daten der Erde wie zum Beispiel die Höhe des Meeresspiegels oder die Windgeschwindigkeiten informieren. Dann stiegen wir in die Hauptattraktion dieser Ausstellung, die Hubplattform. Nach einer kurzen Einführung fuhren wir mit dieser über drei Etagen nach oben, begleitet von Hitze, Waldbränden, Starkregen, Hagel und einem tropischen Wirbelsturm. Durch Videos, Licht- und Soundeffekte konnten wir diese Wetterextreme nachempfinden. Gleichzeitig wurde beschrieben, wie es zu solchen Ereignissen kommen kann und welche Folgen sie haben. Nach dieser Fahrt gelangten wir zu einem Bereich, in dem man sich Berichte von betroffenen Menschen sowie Informationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern anhören konnte. Außerdem erfuhren wir von Frau Brieber noch viele interessante Fakten zur Entstehung dieser Ausstellung und konnten kurz Bekanntschaft mit Dörte Behrmann, der Ansprechpartnerin für die Presse, schließen.

Nach einer kurzen Mittagspause besuchten wir dann die weiteren Reisestationen: Antarktis, Samoa, Alaska, die Hallig Langeness sowie Bremerhaven.

Anschließend stellten wir im „World Future Lab“ an acht Stationen unsere Kompetenzen in verschiedenen Spielsituationen zu den Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit unter Beweis. Danach schauten wir uns noch kurz die Sonderausstellung „Klima_X“ sowie die „Perspektiven“ an.

Nach sieben Stunden und vielen neuen tollen Eindrücken verabschiedeten wir uns schließlich aus dem Klimahaus.

Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle nicht nur an Annika Brieber, sondern auch an die Firma Albert Bayer GmbH, die Raiffeisen-Volksbank Aschaffenburg sowie die Sparkasse Aschaffenburg-Miltenberg, die durch ihre finanzielle Unterstützung diese Fahrt nach Bremerhaven ermöglicht haben.

 

Heike Elschner