Gründonnerstag

Der Gründonnerstag ist ein besonderer Tag in der Karwoche und markiert den Beginn der österlichen Feierlichkeiten. In vielen Gegenden ist es bis heute Brauch, an diesem Tag etwas „Grünes“ zu essen – als Zeichen für Frische, Neubeginn und Leben. Besonders in Österreich gehört ein klassisches Gericht dazu: Spinat mit Spiegelei.

Doch woher kommt eigentlich der Name „Gründonnerstag“? Entgegen der naheliegenden Vermutung hat er nicht unbedingt direkt mit der Farbe Grün zu tun. Bereits im Mittelalter ist die Bezeichnung belegt, und ihre genaue Herkunft ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Ein verbreiteter Erklärungsversuch ist die Herleitung von „greinen“ (althochdeutsch: grīnan, mittelhochdeutsch: grînen: „weinend den Mund verziehen“).

Der Begriff „Donnerstag“ selbst geht auf den germanischen Gott Donar zurück, der dem römischen Jupiter entspricht. So ist der Name letztlich eine Übersetzung des lateinischen „dies Iovis“ – also „Tag des Jupiter“.

Frankfurter „Grünen Soße“ wird aus sieben Kräutern gemacht: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.

Neben dem Karfreitag wird Fisch zunehmend auch schon am Gründonnerstag genossen.

(MM)