Hohe Auszeichnungen beim BundesUmweltWettbewerb 2025

Aufgrund des Klimawandels steigt auch in Aschaffenburg die Anzahl der heißen Tage. Dies spüren  die Kinder und Jugendlichen in den Schulen. Sie sitzen in viel zu warmen Klassenräumen und können sich nicht mehr gut konzentrieren.

Tim und Yuri Yokota aus der 8. Klasse wollten herausfinden, ob man etwas gegen diese Situation unternehmen kann. Sie begannen im Sommer 2023 zunächst damit, die Temperatur in verschiedenen Klassenräumen aufzuzeichnen. Dabei stellten sie fest, dass diese an heißen Tagen deutlich über 26°C lag. Die empfohlene Raumtemperatur für Unterrichtsräume liegt aber zwischen 20°C und 26°C.

Auf der Suche nach einer Problemlösung testeten Yuri und Tim zunächst, ob es Fensterscheiben gibt, die deutlich weniger Wärme hindurch lassen. Sie reichten ihre Arbeit „Untersuchung der Wärmedurchlässigkeit verschiedener Fensterscheiben“ 2024 beim BUW ein und wurden dafür mit einem Förderpreis, der dritthöchsten Preiskategorie, ausgezeichnet. Dieser sollte zur Projektfortführung motivieren, was die beiden auch getan haben.

Einerseits setzten sie die Untersuchungen zum Sonnenschutz fort, indem sie verschiedene Markisenstoffe, die von der Firma WAREMA zur Verfügung gestellt wurden, auf ihre Wärmedurchlässigkeit überprüften. Neu hinzu kamen Experimente, mit denen Tim und Yuri herausfinden wollten, welche Fensterscheibe für die Wärmedämmung im Winter am besten ist.

Insgesamt kamen sie zu dem Ergebnis, dass sich Klimaanpassung durch eine Kombination von bestimmten Fenstern und Markisen umsetzen lässt.

Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, schrieben die beiden Jungen einen Brief an Oberbürgermeister Jürgen Herzing und präsentierten ihre Ergebnisse der Schulleitung sowie der Stadt Aschaffenburg.

Außerdem wurden sie im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Firma WAREMA zu einem Erlebnistag nach Wertheim eingeladen, wo sie noch mehr über verschiedene Sonnenschutzmaßnahmen lernen konnten.

Ihre Projektfortführung „Klimaanpassung an Gebäuden – Welchen Beitrag können Fensterscheiben leisten?“ erhielt nun bei einer feierlichen Preisverleihung am 20. September 2025 in Recklinghausen einen Sonderpreis (zweithöchste Preiskategorie).

Neben Tim und Yuri wurden noch drei weitere Projekte des Dalberg-Gymnasiums mit einem Anerkennungspreis, der vierthöchsten Preiskategorie, ausgezeichnet:

So erhielten die Zehntklässlerinnen Angelica und Paula für ihre „Untersuchung der Versickerungsfähigkeit verschiedener Oberflächen“, Franziska und Annabella aus der 6. Jahrgangsstufe für ihr Projekt „Wir bauen ein Windrad aus Alltagsgegenständen“ sowie die Zwölftklässlerinnen Hajra und ihre Schwester vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium für ihre Ergebnisse zum Thema „Wetterextreme durch Experimente verstehen“ einen Sachpreis.

Mit ihrem Engagement haben unsere Teilnehmenden einmal mehr gezeigt, dass auch junge Menschen etwas bewirken können. Macht weiter so!

Heike Elschner