Zwischen Europaparlament und Altstadt

Die 11. Jahrgangsstufe des Dalberg-Gymnasiums auf Straßburg-Exkursion

Ein Besuch des Europaparlaments ist immer eine spannende Angelegenheit. Zunächst beeindruckt das imposante Louise-Weiss-Gebäude, das sich nach dem Durchlaufen der Sicherheitskontrollen auch im Inneren als äußerst sehenswert erweist. Bereits vor dem Besuch des Parlaments hatten einige Juniorbotschafterinnen für das Europäische Parlament den Schülerinnen und Schülern der 11. Jahrgangsstufe des Dalberg-Gymnasiums, die am 9. Juli 2026 nach Straßburg fuhren, eine Einführung in die Aufgaben und Besonderheiten des Europäischen Parlaments gegeben, sodass der dortige Einführungsvortrag nur noch einige Ergänzungen bot. Der halbstündige Besuch einer Parlamentssitzung bot interessante Einblicke in die Arbeit der Abgeordneten. Zunächst erlebten die Schülerinnen und Schüler eine Debatte über die Einführung des digitalen Euros. Im Anschluss konnten sie der Abstimmung zusehen, die mit 416 gegen 169 Stimmen sowie 22 Enthaltungen für die elektronische  Form der Gemeinschaftswährung ausfiel. Eine durchaus historische Entscheidung, die das Bargeld allerdings nicht ersetzen, sondern nur ergänzen soll. Weitere Abstimmungen folgten und der eine oder andere erkannte unter den vielen anwesenden Abgeordneten vielleicht die Parlamentspräsidentin Roberta Metsola oder Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP.

Mindestens genauso beeindruckend war für die Schulklassen der Rundgang durch die Stadt. Zwar blieb nicht viel Zeit für Petite France und das Münster, aber immerhin konnte ein kleiner Einblick in die Metropole des Elsass gewonnen werden. Viele genossen in der Mittagspause mit einem Flammkuchen eine typische elsässische Spezialität. Und manch einer kaufte auch ein paar Macarons als Geschenk. Das Programm des Tages war zwar dicht gepackt und anstrengend, doch die Erlebnisse werden in Erinnerung bleiben und haben vielleicht bei der einen oder dem anderen das Interesse an der europäischen Politik geweckt.

Dr. Martin Trageser